ars poetica ars poetica ars poetica ars poetica ars poetica ars poetica ars poetica ars poetica

Zur Geschichte von Barnag

Urkunden beweisen, dass Barnag bereits seit dem 11. Jh. bewohnt ist: einst von den Köchen der in Veszprém residierenden Königinnen. Danach fiel der Ort an die Herren der Burg Vázsonykő (heute Nagyvázsony). 1649 belehnte der König die Familie Zichy mit den Nagyvázsonyer Gütern, die bis zur Verstaatlichung deren Herren blieben.
Während der Türkenherrschaft im 16.-17. Jh. kam es zur fast völligen Entvölkerung der Ortschaft, deshalb war die Lehnherrenfamilie mit Beginn des 18. Jh.s. bestrebt, deutsche Familien anzusiedeln.
Nach Barnag kamen aus dem südlichen deutschen Sprachraum 1714 die ersten Siedler und seit 1726 bewohnten ohne Unterbrechung deutschstämmige Bauern den Ort. Zunächst nahm ihre Zahl innerhalb einiger Jahrzehnte nach der Ansiedlung deutlich zu. 1757 zählte die Siedlung 302 deutsche und 102 ungarische Einwohner.
Die in ethnischer, sprachlicher sowie konfessioneller Hinsicht geteilte Bevölkerung lebte bis 1947 in zwei Ortsteilen: die katholischen Deutschen in Deutsch-Barnag, die kalvinistischen Ungarn in Ungarisch-Barnag.
Seit Mitte des 19. Jh.s ist jedoch ein stetiger Rückgang der Bevölkerungszahl zu verzeichnen. Heute leben keine 100 Seelen im (vereinten) Dorf.

Der Kreuzweg von Barnag:
Eingangs sei erwähnt, dass er einer der ältesten Kreuzwege der Region ist, der zahlreiche archaische Züge bewahrt.
In den 1750er Jahren mag der Vorläufer des heutigen Kreuzweges mit drei freistehenden Kreuzen errichtet worden sein. Zu seiner Erweiterung kam es am Ende des 18. Jh.s. Die Barnager Gläubigen baten 1795 den Bischof um Erlaubnis, sieben Stationen und eine Kapelle am Rande ihres Dorfes erbauen zu dürfen. Die 1798 fertig gewordene Kapellenreihe schuf eine Verbindung zwischen der Dorfkirche und dem Kalvarienhügel sowie dem Friedhof zu dessen Fuße.
Den damaligen Zustand des Kreuzweges kennen wir aus einer Visitationsaufzeichnung aus dem Jahre 1824. Die Stationen waren aus Stein gebaut, in ihnen standen beinahe lebensgroße, aus Holz geschnitzte und bemalte Statuen, die die Szenen der Leidensgeschichte darstellten. In der ersten, etwas kleineren Ausgangskapelle stand die Statue der Schmerzhaften Gottesmutter, begründet auch dadurch, dass die weiteren sieben Stationen die sieben Schmerzen Marias vor Augen führten. Auf der Anhöhe des Hügels, dort, wo die drei Kreuze standen, wurde eine einschiffige klassizistische Kreuzwegkapelle errichtet, die die damals schon morschen Holzkreuze und das Heilige Grab in sich einschloss. Mitte des 19. Jh.s entfernten die Gläubigen die alten Holzstatuen, an die Wand jeder Kreuzwegstation wurden die entsprechenden Szenen gemalt.
Schwer beschädigt wurden diese Stationen bei dem großen Feuer 1839, als die Dorfkirche und mehrere Wohnhäuser vollkommen nieder brannten. Die dem Feuer zum Opfer gefallenen Häuser sowie die neue, erweiterte Kirche wurden bis 1844 neu aufgebaut, aber die Stationen des Kreuzweges blieben für lange Zeit sich selbst überlassen. Danach konnte eine Verschlechterung ihres Zustandes nicht mehr verhindert werden. An die Stelle der zerstörten Wandmalereien wurden auf Blechplatten gemalte Bilder angebracht. Im Jahre 1941 wurde lediglich die Abschlusskapelle des Kreuzweges renoviert.
Mit der vollständigen Restaurierung des ruinenhaften Kreuzweges wurde im Jahre 2003 begonnen. Die Organisation der Arbeiten nahm die Deutsche Minderheitenselbstverwaltung des Dorfes in die Hand. Bis 2008 sind die sieben Stationen sowie die Ausgangskapelle renoviert worden. Die volle Schönheit des Kreuzweges wurde 2009 durch die Gemälde des Malers Győző Somogyi wieder hergestellt.
Die Besonderheit des Barnager Kreuzweges liegt darin, dass sie sieben (statt der durch die Kirche kanonisierten vierzehn) Stationen enthält, die die Leidensgeschichte aus der Sicht der Schmerzhaften Mutter Maria darstellen. Die Geheimnisse der sieben Schmerzen Marias wurden den Geschichten der Evangelien (4) sowie den katholischen Traditionen (3) entnommen. Kreuzwege, die diese in Erscheinung treten lassen, wurden außerhalb Deutschlands auch in ungarndeutschen Ortschaften angelegt. Demnach hatten wohl deutsche Siedler das Muster dafür aus ihrer alten Heimat mitgebracht.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Barnag
Kalvinistische Kirche, Katholische Kirche (1844), Kapelle des Heiligen Florian (1803), Steinkreuze

5 km von Barnag entfernt, zwischen den Hügeln des Plattenseeoberlandes liegt Nagyvázsony (Groβwaschon), dessen wichtigste Sehenswürdigkeit die im 15. Jh. erbaute Burg mit ihrem über den Ort ragenden Wohnturm ist. Zahlreiche Denkmäler des ehemalige Marktfleckens erzählen über den berühmtesten ehemaligen Burgherren, Pál Kinizsi.
www.nagyvazsony.hu, www.kinizsivar.hu

14 km von Barnag entfernt liegt der Ort Kapolcs, die zentrale Gemeinde des alljährlich veranstalteten Kunstfestivals  „Tal der Künste” (Ende Juli–Anfang August). Der Ort und seine malerische Umgebung bieten den Besuchern jedoch nicht nur während der Festivaltage Sehenswertes.
www.kapolcs.hu, www.muveszetekvolgye.hu

15 km von Barnag befindet sich Balatonfüred, womöglich die schönste Perle des nördlichen Balatonufers. Die Kleinstadt erwartet die Besucher das ganze Jahr über mit vielfältigen Programmen, im August lädt die Stadt zu einem mehrwöchigen Weinfest (mit viel Kultur) an der Promenade ein.
www.balatonfured.hu

16 km von Barnag liegt der ehemalige Fischerort Tihany, umgeben von milden Hügeln, auf denen Lavendelplantagen gedeihen. Im Juni, zum Auftakt der Blütezeit  wird ein duftendes Lavendelfest gefeiert. Die Hauptattraktion des Ortes ist die Benediktinerabtei.
www.tihany.hu, www.tihany.osb.hu

20 km östlich von Barnag erstreckt sich die Komitatshauptstadt und erzbischöflicher Sitz Veszprém (Wesprim, etwa 60.000 Einwohner), „die Stadt der Königinnen” mit ihren zahlreichen Baudenkmälern, barocken Palästen, einzigartigen Kunstsammlungen (Dubniczay-Palais, die Tegularium genannte Ziegelsteinsammlung), Kulturprogrammen und ihrem malerisch gelegenen Zoo.
www.veszprem.hu, www.veszpremzoo.hu

28 km von Barnag entfernt erreicht man das Káler-Becken, das als zentrales Gebiet des Nationalparks Plattenseeoberland zahlreiche besondere Naturschönheiten bietet. Man erlebt welche davon auch auf dem Gut in Salföld, wo man alte Tierarten (Wollschwein, Graurind, Zackelschaf), Heilpflanzen, alte landwirtschaftliche Geräte, Kutschen und vor allem Pferde hautnah erleben kann.
http://www.kali.hu/salfoldmajor/, www.bfnp.hu

Etwa 30 km von Barnag entfernt erstreckt sich die vulkanische Zeugenbergkette des Palttenseeoberlandes. Diese besonderen Ausliegerberge  (Badacsony, Gulács, Csobánc, Szent György-hegy, Tóti-hegy) belohnen die Anstrengungen der Wanderer „von oben“ mit einem einzigartigen Panorama.
www.badacsony.hu, www.bfnp.hu

30 km von Barnag entfernt, am Fuβe der vulkanischen Zeugenberge liegt die Kleinstadt Tapolca (Topolz).  Die wichtigsten Sehenwürdigkeiten der wasserreichen, romantischen Kleinstadt sind der Mühlenteich  und der (unterirdische) Höhlenteich, den man mit Boot erkunden kann.
www.tapolca.hu

 


© 2010-2019 - all rights reserved / minden jog fenntartva - Szilágyi család - H8291 Barnag, Fő u. 19. Tel.: +36 88 247 001 ; +36 304876869 ; +36 30 6247759 Email: info@barnagivendeghaz.hu